Rede bei der Eröffnung der Matt Lamb Austellung im Kleisthaus Berlin

Josep Félix Bentz

Es freut mich außerordentlich, heute hier bei Ihnen zu sein. Es ist eine Ehre, hier heute zu euch zu sprechen, bei dieser Ausstellung von Matt Lamb im Hause von Gazprom-Germania in Berlin, einer der bedeutendsten Kunststädte der Welt.

Heute stellen wir Ihnen eine Auswahl von Werken vor, die für die Barcelona Collection im Pia Almonia Museum ausgewählt wurden, sowie zwei Bilder aus einer früheren Retrospektive von Matt Lamb im Staatlichen Russischen Museum in St. Petersburg.

Erlauben Sie mir nun, Ihnen von mir selbst zu erzählen und Ihnen meine Familiengeschichte vorzustellen. Ich bin Joseph Felix Bentz und ich komme aus einer

Künstlerfamilie. Die Geschichte unserer Familie liest sich wie ein Buch der Kunstgeschichte. My Uhrgroßonkel war Ricardo Duran, mein Großvater Joan Oliver, meine Mutter Conxita Oliver. Ich bin in einer Atmosphäre aufgewachsen, die von Kunst bestimmt war, Kunst war der Mittelpunkt meines Lebens. Ich traf mich mit Intellektuellen, Denkern, Bohemiens, sie waren meine Lehrer und haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin – ein professioneller Museumskurator.

Ich bin froh und glücklich, all diese Menschen getroffen und gekannt zu haben. Bildhauer, Dichter, Schriftsteller und Philosophen, die mein Leben so bereichert haben und deren Lebensweise und Ansichten mich so fasziniert haben. Leider bleibt es vielen Menschen unmöglich, solche Menschen zu treffen und von ihnen zu lernen.

An dieser Stelle würde ich gern zwei Menschen erwähnen, die mich besonders stark geprägt haben: Lluis Montane, der große katalanische „nouncentista“ Bildhauer und , ein Freund von Salvador Dali, der große Jean Abello, mit dem ich bis vor kurzem noch an einem Projekt gearbeitet habe, das nun Realität geworden ist.

Heute jedoch bin ich hier, um zu sagen, dass einmal, zu einem Zeitpunkt, wo ich damit am wenigsten gerechnet hatte, ein Künstler in mein Leben trat, der – im ersten Augenblick als ich ihm begegnete - eine ungeheure emotionale Wirkung auf mich hatte. Ich hatte mit hunderten, ja vielleicht mit Tausenden von Künstlern zu tun, doch nie hat mich jemand auf eine so eindringliche Art und Weise fasziniert. Ein magischer Mensch, der etwas Mystisches hat, ein Mensch mit einem tiefen Blick, ein Mensch , der bewegt, der intelligent ist und diese Welt kennt. Alle, die ihn schon kennengelernt durften, wissen, dass ich von MATT LAMB rede.

Matt Lamb ist ein Autodidakt unter den Künstlern, etwas, worüber wir uns heute kaum wundern, da wir wissen, dass viele große Namen einst so angefangen haben. Doch Matt Lamb verfügt über eine besondere Eigenschaft, nach der man heute in der Welt der Kunst vergeblich sucht – Matt Lamb vermag es, durch seine Arbeit das Genie nach außen zu führen, und ihm eine Sprache jenseits akademischer Dogmen zu verleihen. Von Mode-Erscheinungen bleibt er dabei unberührt. Matt Lambs Kunst ist personifiziert, sie hat einen Vor- und Nachnamen, sie ist frei, bedingungslos, voller Emotion und Spiritualität, reich an Konzepten und Symbolen. Wenn wir Matt Lamb begegnen, können wir uns sicher sein, es ist die Begegnung mit einem aufrichtigen Künstler, einem „Schöpfer“, ich würde es wagen zu behaupten, es ist die Begegnung mit einem Genie. Es ist ein Genie, das seinesgleichen sucht.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit,

und genießen Sie die Kunst von Matt Lamb